10 Prinzipien für eine lebendige missionarische Pfarre
Was macht eine missionarische Pfarrgemeinde aus? Was macht sie fruchtbar und zum möglichen Vorbild u. Segen für andere?
Quelle dieser Prinzipien sind unter anderem Divine Renovation, Rebuilt, Kirche mit Vision, sowie Churchplanting und Alpha (die verlinkten Seiten sind nur beispielhaft zu verstehen, es gibt viele weiterführende Texte bzw. Erfahrungen).
Wichtig: Es gibt kein “perfektes Rezept” für die missionarische Pfarre – Vision und Weg müssen gemeinsam entwickelt werden.
1. Gebet und Wirken des Heiligen Geistes
Alles beginnt mit Gebet, der Kraft des Heiligen Geistes und der Offenheit für Gottes Führung.
2. Evangelisierung als Herzstück
Im Zentrum steht der Auftrag Jesu: „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19). Wir müssen hinaus aus der Kirche, hin zu den Menschen, ganz besonders den Fernstehenden, den Bedürftigen, den Suchenden.
3. Das Kerygma im Mittelpunkt
Die frohe Botschaft klar, kraftvoll, relevant und leidenschaftlich verkünden: Wir sind gerufen in eine Beziehung zum dreifaltigen Gott, der uns aus Liebe erschuf (Vater), durch Liebe erlöste (Sohn), und in Liebe lebendig und zu einer Familie macht (Heiliger Geist).
4. Willkommenskultur
Die Gemeinde lebt echte Gastfreundschaft und lädt alle ein, sich zuhause zu fühlen und dieses Zuhause mitzugestalten: “belong before believe”, und erst dann „behave“ (man muss nicht erst glauben, um dazuzugehören, sondern kann – jeder in seinem eigenen Rhythmus – hineinwachsen…)
5. Alpha als Andockpunkt
Alpha als Evangelisationstool ist nicht Selbstzweck, sondern Brücke zum Glauben, mit der herzlichen Einladung zu Nachfolgemöglichkeiten. Man lernt bei Alpha so viel mehr: Gastfreundschaft, Leitungsqualitäten, Gottvertrauen, Sprachfähigkeit…
6. Führungsteam als Visionsträger
Eine starke und doch „bodenhaftende“ Leitung, gemeinsam getragen zwischen Priester und Laien, ist fundamental für einen Kulturwandel – Vision kann nur gemeinsam – auch mit dem Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat – entwickelt werden.
7. Mobilisierung der Getauften
Jeder Getaufte bringt sich ein, entdeckt und entwickelt die gottgegebenen Gaben, und übernimmt Verantwortung für die Mission. Nicht jeder kann alles, aber gemeinsam können wir viel.
8. Exzellente Sonntags-Gottesdienste
Die heilige Messe und das gesamte Sonntags-Erlebnis sind ansprechend, zugänglich und missionarisch: (1) Mitreißende und alltagsrelevante Predigt-Message, (2) erhebende und moderne musikalische Gestaltung, (3) herzliche Gastfreundschaft vor, während und nach der Messe, (4) alters- und situationsgerechte Verkündigung für jede(n).
9. Kleingruppen/Jüngerschaftsgruppen
Nachfolge wächst in verbindlichen Kleingruppen – echte Gemeinschaft ist entscheidend, fordert heraus, lässt uns wachsen im Verständnis der Heiligen Schrift, im Gebet, in der Freundschaft.
10. Großzügigkeit und gelebter Dienst
Menschen sind dankbar, weil sie Gottes Wirken erleben, entdecken und verstehen ihre Sendung als Getaufte, und werden zu großzügigen Gebern von Zeit, Talent und Ressourcen.
Jedes dieser Prinzipien ist wichtig und muss noch konkreter entfaltet werden, zugleich entwickeln sie erst im Zusammenspiel ihre volle Kraft.
Komm, Heiliger Geist!